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Constantin Downgrade 29.10.2001
Nord LB
Wer Aktien der Constantin Film AG (WKN 580080) im Depot hat, sollte seinen Bestand verkleinern. Dies ist eine Empfehlung vom Wertpapieranalysten Thorsten Strauß von der Norddeutschen Landesbank.
Im ersten Halbjahr 2001 habe man die anvisierten Ziele nicht erreicht. Da man nur sechs Filme neu in die Kinos gebracht habe, im vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum jedoch zehn, sei der Umsatz um 30% auf 45 Mio. Euro gesunken. Davon hätten 26% aus der Kinoauswertung, 10% aus Video- und DVD-Erlösen, 32% aus Fernseherlösen, 17% aus Auftragsproduktionen und 15% aus sonstigen Geschäften gestammt. Das EBIT habe -1,7 nach + 4,9 Mio. Euro betragen, der Periodenüberschuss habe -3 nach +6 Mio. Euro erreicht, und das Ergebnis je Aktie sei mit -0,24 nach + 0,50 Euro angegeben worden.
Entgegen den ursprünglichen Planungen, in diesem Jahr 25 Filme in die Kinos zu bringen, habe der Vorstand beschlossen, den Verleihstart einiger Filme in das kommende Jahr zu verschieben und nur 16 Filme in 2001 anlaufen zu lassen. Dadurch komme es zu erheblichen Erlösausfällen im vierten Quartal, die eine erneute Revision der Planzahlen für 2001 erforderlich machen würden. Nun gehe der Konzern nur noch von einem EBIT von 2 bis 5 Mio. Euro aus, nachdem dieses Ziel im Mai bereits von 14,3 auf 9,2 Mio. Euro korrigiert worden sei. Darin noch nicht enthalten sei eine einmalige Sonderabschreibung von bis zu 35 Mio. Euro, die sich aus der Änderung der Bilanzierungsvorschriften für das Film-Vermögen nach dem US-Rechnungslegungsstandard GAAP ergebe.
Mit rund 9 Millionen Kinobesuchern und einem Einspielergebnis von fast 100 Mio. DM sei die Constantin-Koproduktion "Der Schuh des Manitu" bereits 14 Wochen nach dem Kinostart im Juli 2001 der Sprung an die Spitze der von der Filmförderungsanstalt seit 1980 geführten Statistik der erfolgreichsten deutschen Filme gelungen. Ein Abflauen der Begeisterung für die Kinokomödie erwarte Constantin erst im November, wenn der Harry Potter-Film in die Kinos komme.
Die Nord LB rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von 115 Mio. Euro sowie einem Gewinn von 2,15 Mio. Euro, was einem EPS von17 Cent entspreche. Im kommenden Jahr rechne das Researchteam mit einem Umsatz von 145 Mio. Euro und einem Gewinn in Höhe von 7,75 Mio. Euro.
Die enttäuschenden Halbjahreszahlen würden die ausgeprägte Zyklizität des Filmgeschäfts widerspiegeln. Der Erfolg der Kinokomödie "Der Schuh des Manitu" zeige zwar, dass das Unternehmen wieder einmal ein sehr gutes Gespür für den Publikumsgeschmack gehabt habe, könne aber nicht verhindern, dass eine Reihe von Flops und die aufgrund des Wettbewerbsumfelds beschlossene Verschiebung des Verleihstarts einiger Filme in das Jahr 2002 das Ergebnis im laufenden Jahr stark belasten. Viel Vertrauen der Anleger sei verspielt worden, weil die Korrektur der Planzahlen für 2001 und die Bekannt-Gabe der Sonderabschreibung als Resultat der Anwendung der Bilanzierungs-Vorschriften nach US-GAAP zu spät erfolgt seien.
Die Nord LB hat daher ihre Empfehlung für die Constantin-Aktie von "halten" auf "reduzieren" geändert.
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